Gerold Jäggle
peanuts für die Deutsche Bank
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peanuts für die Deutsche Bank

Die Idee für diese Platzgestaltung kam mir beim Ausspruch von Hilmar Kopper, dem damaligen Vorstandssprecher der Deutschen Bank, der anno 1996 bei der "Schneider-Pleite" einen Verlust von 50 Mio DM auf einer Pressekonferenz veröffentlichte mit den Worten, dieser Betrag seien "peanuts für die Deutsche Bank". Die Presse hat das Ganze zu einem fetten Skandal aufgeblasen.

Nüchtern betrachtet muß man sagen, daß wegen dieses Betrages, auch wenn es statt 25 Mio Euro 50 Mio Euro wären, heute keine Pressekonferenz mehr einberufen würde. Im Bankensektor haben sich die Relationen gewaltig verschoben seit 1996.

Die Idee der Skulptur: die Chromstahlskulpturen der "peanuts" sind für den Passanten monumental. So monumental, wie für die meisten von uns 50 Millionen sind. Betritt man jedoch das Gebäude, so werden sie mit zunehmender Stockwerkhöhe immer kleiner. Schaut man endlich aus der Vorstandsetage im 32. Stock auf den Platz hinab, so erscheinen sie wieder klein wie peanuts. Die Skulpturen veranschaulichen die unterschiedlichen Relationen zum Geld. Das Wort "peanuts" ging dank Hilmar Kopper in den deutschen Sprachgebrauch ein.

Der Vorplatz der Deutschen Bank in Frankfurt wird von der Skulptur "Kontinuität" von Max Bill eingenommen. Mit den "peanuts" blieb es beim Entwurf, der Deutschen Bank fehlte der Abstand zu diesem Eklat. Keiner der bisherigen Vorstände - den letzten habe ich nicht mal mehr gefagt - hatte den Mut, peanuts vor seine Bank zu stellen. Antwort auf meinen Vorschalg erhielt ich allein von Hilmar Kopper persönlich, der aber der Meinung war, daß er sich doch nicht selbst ein Denkmal setzen könne ;).

Stattdessen blieb es beim Entwurf, einem Stapel Zeichnungen und verschiedenen Kleinplastiken.

1998 peanuts für die Deutsche Bank

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