Anläßlich der 750-Jahr-Feier von Riedlingen besuchte mich der Rektor der Johann-Joseph-Christian-Schule, Otto Langlois, im Atelier mit einer Bitte: für den Wagenkorso sollte einen Wagen zu Ehren des Namensgebers der Schule, dem Bildhauer Johann Joseph Christian, gestaltet werden. Es sei alles fertig: das Kostüm, der Hammer und der Meisel, der Wagen. Allein eine Skulptur, an der er als Bildhauer verkleidet „arbeiten“ könne, fehle noch.
So begann meine Auseinandersetzung mit Johann Joseph Christian und seiner mir bislang unbekannten Vita. Was ich hier entdecken konnte, war das Werk eines Künstlers, der weit unter Wert gehandelt wird und dessen neuere Bekanntheit dem Riedlinger Ehrenbürger Prof. Winfried Assfalg zu verdanken ist. Mit seinem Buch „Christian, Vater und Sohn“, „Bildhauer von Riedlingen“, Schwabenverlag 1998, ISBN  3-7966-0916-3, gibt Assfalg Einblick in das Leben einer Künstlerfamilie im Barock.
Wüste Arbeit in Styropor
Das Projekt "Barocke Köpfe" wird mit einem Stipendium des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg gefördert.
Barocke Köpfe
Das Konzept beinhaltet einen zeitgenössischen Beitrag zur künstlerischen Auseinandersetzung mit dem Oberschwäbischen Barock. Ausgehend von der Beschäftigung mit den Bildhauern Johann Josef Christian (1706 - 1777) und Joseph Anton Feuchtmayer (1696-1770) sollen zunächst drei Skulpturen entstehen, die an herausragenden Orten barocken Schaffens präsentiert werden.
Die Skulpturen stellen liegende Köpfe von Barockengeln dar, Fundstücke aus barocker Zeit, platziert an barocker Örtlichkeit. Sie stehen für das Werden und Vergehen von Epochen und Stilrichtungen.
Das Projekt „Barocke Köpfe“ drückt auch meine Dankbarkeit über die prägende Bildwelt der barocken Kirchen Oberschwabens aus.
Bericht über die Entwicklung
Anläßlich der 750-Jahr-Feier von Riedlingen besuchte mich der Rektor der Johann-Joseph- Christian-Schule, Otto Langlois, im Atelier mit einer Bitte: für den Wagenkorso sollte ein Wagen zu Ehren des Namensgebers der Schule, dem Bildhauer Johann Joseph Christian, gestaltet werden. Es sei alles fertig: das Kostüm, der Hammer und der Meisel, der Wagen. Allein eine Skulptur, an der er als Bildhauer verkleidet „arbeiten“ könne, fehle noch.
So begann meine Auseinandersetzung mit Johann Joseph Christian und seiner mir bislang unbekannten Vita. Was ich hier entdecken konnte, war das Werk eines Künstlers, der weit unter Wert gehandelt wird und dessen neuere Bekanntheit dem Riedlinger Ehrenbürger Prof. Winfried Assfalg zu verdanken ist. Mit seinem Buch „Christian, Vater und Sohn“, „Bildhauer von Riedlingen“, Schwabenverlag 1998, ISBN 3-7966-0916-3, gibt Assfalg Einblick in das Leben einer Künstlerfamilie im Barock.
Auf die Anfrage von Rektor Langlois entstand der erste „Barocke Kopf“, der als Styropor/ Gipsskulptur am Festzug teilnahm.
In der Folge besuchte ich Werke des Bildhauers Christian in Zwiefalten, Ottobeuren, Hayingen, Riedlingen, Grüningen, Offingen und Wiblingen, um nur die Wichtigsten zu nennen. Der Bildhauer Joseph Anton Feuchtmayer (1696 - 1770) gelangte ebenso in meinen Fokus.
Die Skulpturen, die in der Folgzeit entstanden, lassen sich in verschiedene Kategorien einteilen:
- Hommage an den Bildhauer Johann Joseph Christian
- Reflektion der Rolle des Barock als  Gegenbewegung zur Reformation
- Kritik am Zustand der heutigen Kirche
- ironisch-kritische Brechung des Themas „Barockengel“ als verniedlichende Darstellung
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Was von barocker Herrlichkeit übrig ist, beschränkt sich auf Architektur, Bildhauerei und Malerei. Die frommen Gläubigen und ihr religiöses Erleben der Kunst sind selten geworden. An ihre Stelle sind Touristen getreten, die sich in Führungen von Altar zu Altar, von Bild zu Bild leiten lassen.
Von der religiösen Intention sind nur noch Reste, Scherben übrig - barocke Scherben.
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Steinhausen
Wallfahrtskirche unserer lieben Frau

Schussenried, Bibliotheksaal
Marienkapelle Ertingen
Galerie Schrade Schloß Mochental
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