Das Portrait von Martin Walser entstand während 5 Portraitsitzungen im Haus des Autors in Nußdorf bei Überlingen. 

Anekdote, 10.3.2012, 3. Portraitsitzung in Nußdorf

Walser hatte wohl darauf gewartet, daß ich wie ein klassischer Bildhauer ein Dreibein aufbaue und anfange, einen Tonklumpen zu bearbeiten. Stattdessen bringe ich eine dünne Wachsplatte mit, an der ich solange drücke und ziehe, bis ein Portrait draus geworden ist. 

Wir unterhalten uns während der Sitzungen und ich arbeite so vor mich hin, als Martin Walser plötzlich fragt: "Wann fangen Sie denn mit der Arbeit an?" Ich antworte, ich sei so gut wie fertig und zeige ihm das federleichte, weil hohle, aus dünnem Wachs gearbeitete Portrait. Er nimmt es in die Hand, dreht es und schaut mich an. Dann sein unnachahmlicher Kommentar, er sagt wörtlich: "Ja Heilandzack!"

"Sie haben keine Karikatur aus mir gemacht und kein Denkmal. Sie haben mich in der Mitte getroffen, womit ich mich sehr wohl fühle."

10. März 2011
Dritte Portraitsitzung in Nussdorf am Bodensee
mit der fertigen Bronze in der Galerie Andreas Henn, Wagenburgstr. 4, 70184 Stuttgart




Porträt Ernst Jünger
Portraitsitzung im Garten des Forsthauses in Wilflingen
1988
Portrait Ernst Jünger
Bronze, 1988/89
in Bad Saulgau mit Ernst Jünger
1992





















José Saramago
Portrait José Saramago
Bronze, 2016




















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